Wie stark strahlt mein Smartphone?

Das Bundesamt für Strahlenschutz listet Handys und gibt Tipps für den sicheren Gebrauch
Heute habe ich einen interessanten Beitrag zum Thema „Potentielle gesundheitliche Schäden durch die Nutzung von Smartphones“ für Sie zusammengestellt! Obwohl ich hierzu etliche eigene Gedanken formuliert habe, gehen die fachlichen Inhalte auf einen Artikel zurück, dessen Quelle bzw. Verfasser mir leider nicht bekannt ist. Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik habe ich mir dennoch erlaubt, die Inhalte als neuen Artikel zusammenzufassen. Sollte der Verfasser zufällig auf „meine“ Kurzzusammenfassung stoßen, entschuldige ich mich schon jetzt. Es ging mir mit Sicherheit nicht darum, mich mit „fremden Federn zu schmücken“!

In 9 von 10 Haushalten in Deutschland gibt es Handys und immer häufiger wird zugunsten des Mobiltelefons sogar auf einen Festnetzanschluss verzichtet. Ein Leben ohne Smartphone scheint für Viele kaum mehr möglich. Gerade bei Einzelnen der jungen Generation erscheinen sie geradezu wie „festgetackert“ am Ohr des jeweiligen Nutzers zu sein. Aber auch über nahezu alle anderen Altersklassen erfreuen sie sich größer Beliebtheit – zugegeben mit sehr, sehr vielen Vorteilen! Da es jedoch kein menschliches Verhalten gibt, das nicht zur Sucht entarten kann, rufen die Smartphones mit teilweise irrwitzigen tägliche Online-Zeiten bereits die ersten Therapeuten auf den Plan, die sich dieser Problematik annehmen. Das soll aber nicht das heutige Thema sein, sondern eher potentielle physische gesundheitliche Probleme. Gerade Eltern stellen sich immer wieder die Frage, wie es um die gesundheitlichen Gefahren durch die mobilen Endgeräte bestellt ist. Zur Langzeitwirkung und den Effekten auf Kinder weiß man allerdings nicht viel. Die World Health Organization (WHO) stuft elektromagnetische Felder als „womöglich krebserregend“ ein, mit einem eventuell erhöhten Risiko für Gliome und Akustikusneurinome. Für andere Krebsformen gibt es offensichtlich keine ausreichenden Hinweise. Fest steht zumindest, dass zu hohe Strahlungsintensitäten thermische Veränderungen im Körper hervorrufen können. Was viele jedoch nicht wissen: das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine Liste mit derzeit über 2000 im Handel befindlichen Handys und Tablets veröffentlicht, in denen die Strahlungsintensität der jeweiligen Modelle angezeigt ist. Und es hält zudem eine ganze Reihe einfacher Tipps bereit, wie man die Strahlenbelastung deutlich reduzieren kann. Dass die elektromagnetischen Felder auf den Körper wirken, ist bekannt. Ihre Energie wird vom Körper aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Bei entsprechend hoher Energie führt das möglicherweise zur Erwärmung der inneren Organe, was über einen längeren Zeitraum Gesundheitsschäden auslösen kann. Watt pro Kilogramm ist die Einheit der spezifischen Absorptionsrate (SAR) und das Maß für die Energieaufnahme im Körper. Dieser SAR-Wert variiert von Handy zu Handy, wobei der maximale Wert nicht mehr als 2 W/kg betragen darf. Als strahlungsarm werden mobile Endgeräte mit einem SAR-Wert von 0,6 W/kg oder darunter definiert. Elektromagnetische Felder haben über die thermischen Auswirkungen auf den Körper hinaus auch nicht-thermische Wirkungen, etwa in Form von Krafteinwirkungen auf die Zellen. Allerdings treten diese erst ab deutlich höherer Strahlenbelastung als die thermischen Wirkungen auf, so dass sie zumindest bezogen auf mobile Endgeräte vermutlich ausgeschlossen werden können.

Die SAR-Liste des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) listet derzeit Mobiltelefone von mehr als 60 Herstellern auf. Die Suche nach dem eigenen Handy oder dem künftigen Wunschgerät ist denkbar einfach: Man gibt lediglich im Suchfeld den Produktnamen ein und erhält als Ergebnis die Strahlungswerte. Angegeben wird der SAR-Wert, der am Ohr gemessen wird, aber auch den „SAR-Wert am Körper“. Damit wird derjenige Strahlungswert angegeben, der in einem bestimmten Abstand vom Körper gemessen wird. Dieser sollte eingehalten werden, um die Belastung auf ein Minimum zu reduzieren. Denn mit dem Abstand verringert sich die Strahlung deutlich. Hierfür werden spezielle Handytaschen mit Abstandhaltern angeboten.

Und hier der Link: https://www.bfs.de/SiteGlobals/Forms/Suche/BfS/DE/SARsuche_Formular.html

Und hier einige Tipps des BfS, wie sich die Strahlung im Alltag reduzieren lässt:

1. Wo immer ein Festnetzanschluss ist, ist dieser auch zu nutzen.
2. Wer über das Handy kommuniziert, sollte die Gespräche möglichst kurz halten – und zwar ganz besonders dann, wenn der Empfang schlecht ist, denn dann strahlen Handys ganz besonders stark, um die Sendequalität zu verbessern. Das ist zum Beispiel in einem Auto ohne Außenantenne der Fall.
3. Eine SMS anstelle eines Telefonats reduziert ebenfalls das Risiko, da hierbei der Abstand des Gerätes zum Kopf naturgemäß größer ist.
4. Generell empfiehlt das BfS die Nutzung von Headsets, um den Abstand der Antenne des Gerätes zum Kopf zu vergrößern und die Intensität der elektromagnetischen Felder deutlich zu verringern.
5. Smartphones können auch Wireless Lan (WLAN) nutzen. Wer E-Mails abrufen oder im Internet surfen möchte, sollte bei Verfügbarkeit auf WLAN umschalten, da die Sendeleistung unter dieser Einstellung niedriger ist als unter Mobilfunkstandards.
6. E-Mails sollten außerdem nicht abgerufen werden, wenn man gleichzeitig telefoniert, da auch das die Strahlenbelastung erhöht. Man kann den Hintergrunddatenverkehr abschalten, um die Belastung auf ein Minimum zu reduzieren.
7. Zudem sollte der vom Hersteller empfohlene Mindestabstand eingehalten werden, etwa durch spezielle Handytaschen. Auch bei der Nutzung von Tablets ist ein Mindestabstand zu empfehlen.
8. Menschen mit Herzschrittmachern sollten das mobile Endgerät auf jeden Fall nicht über längere Zeit betriebsbereit am Oberkörper, etwa in der Hemdtasche tragen. Es hat sich gezeigt, dass Handys noch mit einem Abstand von 20 cm Störungen der Schrittmacher verursachen können.
9. Darüber hinaus sollte natürlich von vorneherein beim Kauf des Handys oder Smartphones auf strahlungsarme Modelle zurückgegriffen werden. Das ist gar nicht mal so schwierig, denn immerhin knapp die Hälfte aller Smartphones auf dem Markt wird mittlerweile als strahlungsarm eingestuft.

Ich hoffe mit diesem etwas ausgefalleneren Thema Ihren Geschmack getroffen und Ihnen einige noch nicht bekannte Fakten vermittelt zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start in eine sonnige Frühlingswoche.

Ihr
Harald Keifert

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