Außerklinische Beatmung: Pflegerische Fachassistenz

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Pflegerische Fachassistenz

„Außerklinische Beatmung: Pflegerische Fachassistenz“

Setzen Sie zur Betreuung außerklinisch beatmeter Patienten auch Pflegehilfskräfte ein oder werden durch erfahrene Angehörige unterstützt?

Die Anzahl an Menschen, die außerklinisch beatmet werden und somit eine umfassende Begleitung und Unterstützung benötigen, steigt stetig. Um ausgebildeten Pflegefachkräften mehr Zeit für komplexe Pflegetätigkeiten und eine vorausschauende Planung zu ermöglichen, können zusätzlich zu dem qualifizierten Pflegeteam Hilfskräfte eingesetzt werden. Oft findet die Betreuung auch auf Wunsch des Betroffenen durch pflegerische Laien im Rahmen eines „Persönlichen Assistenzmodells“ statt.

Was wir mit dieser Zusatzqualifikation erreichen wollen und was nicht!

Im Zusammenhang mit der zumeist aufwändigen Pflege ist der immer größer werdende Pflegenotstand eine Tatsache, die nicht tabuisiert werden darf. Ihm kann durch die Zusammenführung der Leistungen aller an der Betreuung Beteiligten begegnet werden. Hierbei dürfen Laienhelfer jedoch nicht in eine rechtliche Grauzone gebracht werden, weil sie Tätigkeiten durchführen, die examinierten Pflegekräften vorbehalten sein müssen. Dennoch ist es unvermeidbar, dass auch Hilfskräfte mit schwierigen Situationen sowie unbekannter Technik konfrontiert werden. Dass hierbei sowohl Überforderungen und Ängste als auch kritische Situationen entstehen können, ist uns allen klar! Und genau das führt zu einer eingeschränkten Sicherheit der uns anvertrauten Menschen sowie zu demotiviertem und mitunter frustriertem Personal. Deshalb ist es unbedingt notwendig, die Hilfskräfte so zu schulen, dass sie die dreijährig examinierten Pflegekräfte sicher in ihrer Arbeit unterstützen können.

Mit unserer Qualifizierungsmaßnahme „Fachassistent/in für außerklinische Intensiv- und Beatmungspflege“ möchten wir die Sicherheit und Versorgungsqualität noch mehr vergrößern und Ihre Teams durch diese zusätzliche Expertise noch leistungsfähiger und stabiler aufstellen. Das Ziel ist es, die unterschiedlich ausgebildeten pflegerischen Mitarbeiter besser aufeinander abzustimmen sowie Überforderungssituationen durch gezielt ausgewählte theoretische Inhalte und praktische Übungseinheiten gezielt zu vermeiden.

Zielgruppe – Arbeitsfeld

  1. Krankenpflegehelfer/in und Altenpflegehelfer/in
  2. Pflegehelfer/in (mind. 160 Stunden nach §132 SGB V)
  3. Pflegende Angehörige mit langjähriger Erfahrung

Wenn Sie dieser Zielgruppe angehören, ist diese Qualifizierungsmaßnahme genau richtig für Sie! Sollten Sie einer anderen Berufsgruppe angehören, freuen wir uns über Ihren Anruf, um Ihre Wünsche und Vorstellungen zu besprechen.

Das Arbeitsfeld der Fachassistenten findet sich im Besonderen in stationären Beatmungspflegeeinrichtungen und Beatmungswohngemeinschaften. Ihre überwiegende Aufgabe ist die Unterstützung der 3-jährig examinierten Pflegekräfte bei der Pflege und Betreuung außerklinisch beatmeter Menschen. Hierzu gehört auch die Assistenz bei komplexen Tätigkeiten im Rahmen der außerklinischen Intensivpflege. Ein weiteres Tätigkeitsfeld liegt in der persönlichen Assistenz chronisch kranker außerklinisch beatmeter Menschen.

Kursaufbau

Der Kurs „Fachassistent/in für außerklinische Intensiv- und Beatmungspflege“ dauert 60 Unterrichtsstunden und wird in zwei Blöcken zu jeweils drei Tagen durchgeführt. Zwischen diesen beiden Theorieblöcken liegt etwa 1 Monat, in dem Sie die Möglichkeit haben die Inhalte in Ruhe zu vertiefen und Ihre Praxisaufträge zu bearbeiten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen in dieser Phase zusammen mit Ihrem Team vor Ort unterstützend zur Seite. Der Kurs schließt mit einer praktischen und einer theoretischen Prüfung ab, auf die wir Sie gezielt und umfassend vorbereiten.

WICHTIG!!!

Wichtig ist, dass diese Qualifizierungsmaßnahme NICHT zur Behandlungssicherungspflege in der Intensiv- und Beatmungspflege nach SGB V berechtigt (z.B. selbstständiger Wechsel einer Trachealkanüle, selbstständiges endotracheales Absaugen etc.).

Kursinhalte

Die Inhalte orientieren sich an den wiederkehrenden Frage- und Problemstellungen der täglichen Praxis, die wir in den letzten Jahren erfahren haben.

  1. Einführung und Organisation
  2. Grundlagen der Anatomie und der Funktion der Atmung und des Herz-Kreislauf-Systems
  3. Grundlagen des Nervensystems
  4. Erklärung von Erkrankungen, die zur Beatmungspflichtigkeit führen können
  5. Intensive Patientenbeobachtung: akute und bedrohliche Symptome
  6. Unterscheidung zwischen hinweisenden und potenziell lebensbedrohlichen Alarmen
  7. Sicherer Umgang mit Zu- und Ableitungen
  8. Hygiene und Aufbereitung der pflegerischen und technischen Ausstattung
  9. Spezielle kontextbezogene Rechtsfragen – Abgrenzung zwischen Assistenz und dem Tätigkeitsfeld der dreijährig examinierten Pflegekräfte
  10. Psychosoziale Betreuung – Arbeiten im familiären Umfeld
  11. Praxistraining: Assistenz bei häufig wiederkehrenden Pflegetätigkeiten (z.B. endotracheales Absaugen, Trachealkanülenwechsel)
  12. Praxistraining: Notfallsituationen erkennen und korrekt reagieren

Veranstaltungsort

Wir führen den Kurs als Inhouse-Seminar vor Ort in Ihren Räumlichkeiten durch.

Fortbildungskosten

Wir erstellen gerne ein individuelles Angebot für Sie. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch nach den Theorieseminaren für fachliche Fragen zur Verfügung.

Anmeldung

Wenn Sie Interesse haben, ist eine formlose E-Mail vollkommen ausreichend. Wir schicken Ihnen dann alle Formulare zu, die Sie benötigen.

Falls Sie weitere Fragen haben oder wir noch etwas tun können, schicken Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an!

Wir freuen uns auf Sie!