Wie stark strahlt mein Smartphone?

Das Bundesamt für Strahlenschutz listet Handys und gibt Tipps für den sicheren Gebrauch
Heute habe ich einen interessanten Beitrag zum Thema „Potentielle gesundheitliche Schäden durch die Nutzung von Smartphones“ für Sie zusammengestellt! Obwohl ich hierzu etliche eigene Gedanken formuliert habe, gehen die fachlichen Inhalte auf einen Artikel zurück, dessen Quelle bzw. Verfasser mir leider nicht bekannt ist. Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik habe ich mir dennoch erlaubt, die Inhalte als neuen Artikel zusammenzufassen. Sollte der Verfasser zufällig auf „meine“ Kurzzusammenfassung stoßen, entschuldige ich mich schon jetzt. Es ging mir mit Sicherheit nicht darum, mich mit „fremden Federn zu schmücken“!

In 9 von 10 Haushalten in Deutschland gibt es Handys und immer häufiger wird zugunsten des Mobiltelefons sogar auf einen Festnetzanschluss verzichtet. Ein Leben ohne Smartphone scheint für Viele kaum mehr möglich. Gerade bei Einzelnen der jungen Generation erscheinen sie geradezu wie „festgetackert“ am Ohr des jeweiligen Nutzers zu sein. Aber auch über nahezu alle anderen Altersklassen erfreuen sie sich größer Beliebtheit – zugegeben mit sehr, sehr vielen Vorteilen! Da es jedoch kein menschliches Verhalten gibt, das nicht zur Sucht entarten kann, rufen die Smartphones mit teilweise irrwitzigen tägliche Online-Zeiten bereits die ersten Therapeuten auf den Plan, die sich dieser Problematik annehmen. Das soll aber nicht das heutige Thema sein, sondern eher potentielle physische gesundheitliche Probleme. Gerade Eltern stellen sich immer wieder die Frage, wie es um die gesundheitlichen Gefahren durch die mobilen Endgeräte bestellt ist. Zur Langzeitwirkung und den Effekten auf Kinder weiß man allerdings nicht viel. Die World Health Organization (WHO) stuft elektromagnetische Felder als „womöglich krebserregend“ ein, mit einem eventuell erhöhten Risiko für Gliome und Akustikusneurinome. Für andere Krebsformen gibt es offensichtlich keine ausreichenden Hinweise. Fest steht zumindest, dass zu hohe Strahlungsintensitäten thermische Veränderungen im Körper hervorrufen können. Was viele jedoch nicht wissen: das Bundesamt für Strahlenschutz hat eine Liste mit derzeit über 2000 im Handel befindlichen Handys und Tablets veröffentlicht, in denen die Strahlungsintensität der jeweiligen Modelle angezeigt ist. Und es hält zudem eine ganze Reihe einfacher Tipps bereit, wie man die Strahlenbelastung deutlich reduzieren kann. Dass die elektromagnetischen Felder auf den Körper wirken, ist bekannt. Ihre Energie wird vom Körper aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Bei entsprechend hoher Energie führt das möglicherweise zur Erwärmung der inneren Organe, was über einen längeren Zeitraum Gesundheitsschäden auslösen kann. Watt pro Kilogramm ist die Einheit der spezifischen Absorptionsrate (SAR) und das Maß für die Energieaufnahme im Körper. Dieser SAR-Wert variiert von Handy zu Handy, wobei der maximale Wert nicht mehr als 2 W/kg betragen darf. Als strahlungsarm werden mobile Endgeräte mit einem SAR-Wert von 0,6 W/kg oder darunter definiert. Elektromagnetische Felder haben über die thermischen Auswirkungen auf den Körper hinaus auch nicht-thermische Wirkungen, etwa in Form von Krafteinwirkungen auf die Zellen. Allerdings treten diese erst ab deutlich höherer Strahlenbelastung als die thermischen Wirkungen auf, so dass sie zumindest bezogen auf mobile Endgeräte vermutlich ausgeschlossen werden können.

Die SAR-Liste des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) listet derzeit Mobiltelefone von mehr als 60 Herstellern auf. Die Suche nach dem eigenen Handy oder dem künftigen Wunschgerät ist denkbar einfach: Man gibt lediglich im Suchfeld den Produktnamen ein und erhält als Ergebnis die Strahlungswerte. Angegeben wird der SAR-Wert, der am Ohr gemessen wird, aber auch den „SAR-Wert am Körper“. Damit wird derjenige Strahlungswert angegeben, der in einem bestimmten Abstand vom Körper gemessen wird. Dieser sollte eingehalten werden, um die Belastung auf ein Minimum zu reduzieren. Denn mit dem Abstand verringert sich die Strahlung deutlich. Hierfür werden spezielle Handytaschen mit Abstandhaltern angeboten.

Und hier der Link: https://www.bfs.de/SiteGlobals/Forms/Suche/BfS/DE/SARsuche_Formular.html

Und hier einige Tipps des BfS, wie sich die Strahlung im Alltag reduzieren lässt:

1. Wo immer ein Festnetzanschluss ist, ist dieser auch zu nutzen.
2. Wer über das Handy kommuniziert, sollte die Gespräche möglichst kurz halten – und zwar ganz besonders dann, wenn der Empfang schlecht ist, denn dann strahlen Handys ganz besonders stark, um die Sendequalität zu verbessern. Das ist zum Beispiel in einem Auto ohne Außenantenne der Fall.
3. Eine SMS anstelle eines Telefonats reduziert ebenfalls das Risiko, da hierbei der Abstand des Gerätes zum Kopf naturgemäß größer ist.
4. Generell empfiehlt das BfS die Nutzung von Headsets, um den Abstand der Antenne des Gerätes zum Kopf zu vergrößern und die Intensität der elektromagnetischen Felder deutlich zu verringern.
5. Smartphones können auch Wireless Lan (WLAN) nutzen. Wer E-Mails abrufen oder im Internet surfen möchte, sollte bei Verfügbarkeit auf WLAN umschalten, da die Sendeleistung unter dieser Einstellung niedriger ist als unter Mobilfunkstandards.
6. E-Mails sollten außerdem nicht abgerufen werden, wenn man gleichzeitig telefoniert, da auch das die Strahlenbelastung erhöht. Man kann den Hintergrunddatenverkehr abschalten, um die Belastung auf ein Minimum zu reduzieren.
7. Zudem sollte der vom Hersteller empfohlene Mindestabstand eingehalten werden, etwa durch spezielle Handytaschen. Auch bei der Nutzung von Tablets ist ein Mindestabstand zu empfehlen.
8. Menschen mit Herzschrittmachern sollten das mobile Endgerät auf jeden Fall nicht über längere Zeit betriebsbereit am Oberkörper, etwa in der Hemdtasche tragen. Es hat sich gezeigt, dass Handys noch mit einem Abstand von 20 cm Störungen der Schrittmacher verursachen können.
9. Darüber hinaus sollte natürlich von vorneherein beim Kauf des Handys oder Smartphones auf strahlungsarme Modelle zurückgegriffen werden. Das ist gar nicht mal so schwierig, denn immerhin knapp die Hälfte aller Smartphones auf dem Markt wird mittlerweile als strahlungsarm eingestuft.

Ich hoffe mit diesem etwas ausgefalleneren Thema Ihren Geschmack getroffen und Ihnen einige noch nicht bekannte Fakten vermittelt zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start in eine sonnige Frühlingswoche.

Ihr
Harald Keifert

Grippeschutzimpfung – machen oder lassen?

Liebe Leserinnen und Leser,

Impfen – ja oder nein? Dies ist eine ganz grundsätzliche Frage, die einer sehr kritischen Risiko-Nutzen-Abwägung bedarf. Natürlich sind spezielle Impfkomplikationen ein Drama für den einzelnen Betroffenen – da sind Erkrankungen, die sich aufgrund einer ausgeprägten Impfzurückhaltung ergeben können aber auch!

Sicherlich kann man sich speziellen Infektionen durch eine zurückhaltende Urlaubsgestaltung entziehen, wobei es in unseren „globalen Welt“ immer schwieriger ist, auch durch vernünftiges Verhalten, ein hohes Maß an Sicherheit zu genießen. Und gegen Grippeviren kann man sich wirklich kaum schützen! Gerade bei älteren Personen, chronisch Kranken und Schwangeren können bei einer Erkrankung lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.

Eine aktuelle Untersuchung, die in JAMA publiziert wurde, verglich die Häufigkeit der grippeassoziierten Pneumonie bei Personen mit und ohne Impfschutz [Grijalva CG, JAMA 2015, 314: 1488 – 1497]. Die Aussage war sehr eindeutig. Die Grippeschutzimpfung muss nicht nur unter dem Aspekt der Vermeidung der Infektion gesehen werden, sondern auch als Schutz vor Komplikationen. Kommt es trotz Impfung zu einer Infektion, dann wird das Risiko an einer Influenzapneumonie zu erkranken drastisch vermindert. Patienten mit einer Erkrankung vom Typ Influenza B profitieren ganz besonders vom Pneumonieschutz der Impfung!

Ich hoffe, heute wieder ein paar neue Infos für Sie zusammengetragen zu haben und wünsche Ihnen einen gesunden Restwinter.

Ihr Harald Keifert

Ambroxol – jetzt wissen wir mehr darüber!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir verwenden dieses Medikament seit vielen, vielen Jahren – und wussten bislang immer noch nicht genau wie es funktioniert! Es hat eben gewirkt . . . jetzt gibt es aktuelle Erkenntnisse, die auch bei der Behandlung anderer Erkrankungen hilfreich sein könnten. Hier ein interessanter Artikel für Sie!

Herzliche Grüße und einen entspannten Jahresausklang!

Ihr Harald Keifert

Ambroxol regt „zelluläre Müllabfuhr“ an

Seit mehr als drei Jahrzehnten wird der Arzneistoff Ambroxol, weithin unter dem Handelsnamen Mucosolvan bekannt, weltweit bei Husten und festsitzendem Sekret in den Atemwegen eingesetzt. Bislang war lediglich geklärt, wie der Wirkstoff Schmerzen mindert. Forscher um Professor Paul Dietl, Leiter des Instituts für Allgemeine Physiologie an der Uni Ulm, konnten nun erstmals den für die Schleimlösung verantwortlichen molekularen Mechanismus nachweisen: Ambroxol stimuliert mithilfe des Botenstoffs Kalzium (Ca2+) die Ausschleusung von „Abfallprodukten“ aus der Zelle. Die Wissenschaftler haben somit nicht nur eine völlig neue Arzneistoff-„Spezies“ entdeckt, sondern auch mögliche neue Therapieansätze für neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson, bei denen der Abtransport von nervenschädigenden Ablagerungen gestört ist. Die Erkenntnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal Cell Calcium.

Der Wirkstoff Ambroxol wird künstlich aus Vasicin hergestellt, dem medizinischen Inhaltsstoff des Indischen Lungenkrauts. Während die schmerzlindernde Wirkung gut verstanden ist, stützten sich Wissenschaftler bislang nur auf Vermutungen, wie es Ambroxol gelingt, die Fließeigenschaften und die Beschaffenheit des Schleims zu verändern und damit die Selbstreinigung der Atemwege anzuregen. „Ambroxol wirkt als eine Art ‚zelluläre Müllabfuhr‘. Es ist uns gelungen, erstmalig den Mechanismus nachzuweisen, der die sogenannte lysosomale Sekretion in den Epithelzellen der Lunge auslöst“, erläutert der Ulmer Physiologe Dietl. Bei diesem Vorgang verschmelzen Zellorganellen, die Lysosomen, mit der Plasmamembran der Zelle und initiieren so die Ausschleusung von „Zellabfall“. Lysosomen, eine Art „Magen der Zelle“, bauen mithilfe von Säure und Enzymen zelluläre „Abfallprodukte“ wie etwa alte oder fehlgebildete Proteine ab. Dieser „Müll“ wird dann mittels einer Art Stofftransport, der so genannten Exozytose, aus der Zelle befördert.

Ambroxol setzt den Botenstoff Kalzium frei

Die Wissenschaftler klärten auch auf, wie Ambroxol konkret dazu beiträgt: Der Arzneistoff ist schwach basisch und setzt an den Lysosomen an, die einen sauren pH-Wert haben, wodurch sich dieser neutralisiert. Diese Veränderung setzt Kalzium, einen Botenstoff für die Exozytose, aus diesen sauren Ca2+-Speichern frei. Die daraus resultierende Erhöhung der Ca2+-Konzentration im Zytoplasma bewirkt, dass die Organellen mit der Plasmamembran verschmelzen: die lysosomale Sekretion beginnt. In bestimmten Zellen der Lunge werden auch Fette und fettlösliche Eiweiße in die Lysosomen verpackt. Das dadurch entstehende Surfactant ist eine nützliche Substanz, die die kleinen Atemwege offenhält und sie vor dem Verkleben schützt. Sie hilft sehr wahrscheinlich dabei, das zähe Hustensekret zu lösen und über den normalen Weg der Selbstreinigung abzutransportieren. Da Surfactant auch ein wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems ist, könnten mit den Ergebnissen erstmals auch seit langem bekannte Effekte von Ambroxol wie zum Beispiel die entzündungshemmende Wirkung erklärt werden. Surfactant bindet nämlich schädigende Partikel wie Bakterien oder Viren und bereitet sie so für den Abbau vor.

Der von den Wissenschaftlern um Professor Dietl aufgeklärte Entsorgungsvorgang könnte sich auf neurodegenerative Erkrankungen positiv auswirken, bei denen Ablagerungen nicht mehr abgebaut werden. Hinweise in der Literatur deuten darauf hin, dass bei Parkinson oder bestimmten angeborenen Stoffwechselerkrankungen wie lysosomalen Speicherkrankheiten die gestörte Zell-Müllabfuhr reaktiviert werden könnte, um neue Therapien oder Prophylaxen zu ermöglichen.

Die vielversprechenden Ergebnisse resultieren aus der Zusammenarbeit mit Professor Thomas Haller, Leiter der Arbeitsgruppe Lungenphysiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck sowie aus der Kommunikation mit Dr. Birgit Jung von der Firma Boehringer Ingelheim. Das Unternehmen brachte den Wirkstoff vor 36 Jahren auf den Markt. Zusammen mit der Uni Ulm hat die Firma im Jahr 2011 den vom Land geförderten Forschungsverbund Boehringer Ingelheim Ulm University BioCenter (BIU) eingerichtet. Im Zentrum dieser Kooperation stehen neben der Erforschung von Lungenerkrankungen, die Professor Dietl leitet, auch neurodegenerative und kardiometabolische Krankheitsbilder.

Veröffentlichungshinweis: G. Fois, et al., A new role for an old drug: Ambroxol triggers lysosomal exocytosis via pH-dependent Ca2+ release from acidic Ca2+ stores, Cell Calcium (2015), dx.doi.org/10.1016/j.ceca.2015.10.002

Quelle: http://www.uni-ulm.de/home/uni-aktuell

Wann soll jetzt transfundiert werden und wann nicht?

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

wer hat diese Diskussion auf der Intensivstation noch nicht geführt? „Der Patient braucht unbedingt Blut!“ – „Nein, auf keinen Fall, das ist viel zu riskant. Außerdem ist der Hb noch bei 7!“ Ist das wirklich so einfach? Natürlich nicht – das wissen die meisten! Und wie sieht es eigentlich in prolongierten Weaning-Prozessen aus?

Mit diesem kurzen Artikel, der dem BEATMUNGSBUCH entnommen ist und aktuell von mir überarbeitet wurde, habe ich versucht die wichtigsten Informationen für Sie zusammenzufassen und freue mich natürlich wie immer über angeregte Diskussionen.

Kollegiale Grüße an Sie alle!

Ihr Harald Keifert

Transfusionskonzept

Die schwierige Thematik der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten wurde bereits in unterschiedlichen Zusammenhängen angesprochen. Problematisch stellt sich die Tatsache dar, dass die Frage, ob sich durch eine Anhebung des Hämoglobingehalts Weaning-Verläufe günstig beeinflussen lassen, nicht eindeutig beantworten lässt, da es keine Studien gibt, die ausschließlich bei Patienten im prolongierten Weaning durchgeführt wurden. Dementsprechend uneinheitlich präsentieren sich auch die Aussagen der aktuellen Leitlinien, die eine konservative Transfusionsstrategie einer liberalen gegenüberstellen. Generell betrachtet zeigen auch andere Studien zur Frage „Transfusionstrigger“ sehr heterogene Ergebnisse.

Im Folgenden sollen neben aktuellen allgemeinen Gesichtspunkten zu Fragen der Erythrozytentransfusion, spezielle Erkenntnisse der derzeitigen Weaning-Leitlinien dargestellt werden. Diese Zusammenstellung ermöglicht dem Kliniker zu einer reflektierten und sicheren Entscheidung zu kommen, welcher Hämoglobinwert in der individuellen Situation angestrebt werden soll.

Grundlegende Informationen

In Deutschland ist der Umgang mit Blutprodukten im Transfusionsgesetz geregelt. Richtlinien mit einer sehr hohen rechtlichen Verbindlichkeit liefern dem behandelnden Arzt die erforderlichen Vorgaben, die es ihm ermöglichen den allgemeinen Stand der medizinischen Wissenschaft zu beachten und umzusetzen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Gabe von Erythrozytenkonzentraten dann indiziert ist, wenn ohne Transfusion die Gefahr einer anämischen Hypoxie besteht und eine andere zumindest gleichwertige Behandlungsoption nicht zur Verfügung steht. Für Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, wird davon ausgegangen, dass sie hinsichtlich Morbidität und Mortalität von einer restriktiven Transfusionsstrategie profitieren können, die einen Hämoglobinzielwert von 7 – 9 g/dl vorsieht [333].

Empfehlungen der Querschnittsleitlinien [333]:

1. Sofern keine Risiken für eine eingeschränkte Kompensationsfähigkeit (z. B. KHK, Herzinsuffizienz, zerebrovaskuläre Insuffizienz) und auch keine Hinweise auf eine anämische Hypoxie (z. B. SCVO2 < 60 %, neu aufgetretene Veränderungen in der Echokardiografie, Dyspnoe) vorliegen, sollte bei einem Hb-Wert von 6 – 8 g/dl nicht transfundiert werden.

2. Liegt jedoch eine eingeschränkte Kompensationsfähigkeit vor, sollte bei einem Hb-Wert von 6 – 8 g/dl transfundiert werden.

3. Besteht ein Hinweis für eine anämische Hypoxie, sollte bei einem Hb-Wert von 6 – 10 g/dl transfundiert werden.

4. Bei einem Hb-Wert von über 10 g/dl sollte nicht transfundiert werden.

Konservative Transfusionsstrategie

Die zurückhaltenden Empfehlungen nationaler wie internationaler Leitlinien zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten sind sehr gut nachvollziehbar, da in zahlreichen Studien relevante Komplikationen auf Grund eines liberalen Transfusionsvorgehens nachgewiesen werden konnten. Hierzu gehören eine Zunahme der Letalität bei Intensivpatienten [311], vor allem im Zusammenhang mit einer steigenden Anzahl an Erythrozytenkonzentraten [314], ausbleibende positive Effekte auf das Outcome beatmeter Patienten [312] sowie negative Auswirkungen auf das Immunsystem bei der Transfusion allogener Erythrozytenkonzentrate [313]. Trotz dem Abgleich der AB0- und Rhesuskompatibilität bleiben zahlreiche Blutgruppenantigene unberücksichtigt. Neben einer Zunahme ventilatorassoziierter Pneumonien konnten auch vermehrt ARDS-Fälle nachgewiesen werden [300]. Das transfusionsinduzierte Lungenversagen (TRALI) hängt zwar sehr eng mit der Transfusion von Blutplasma zusammen, es wurde aber zum Zeitpunkt der Untersuchungen auch bei einer isolierten Gabe von Erythrozyten beobachtet. Weitere Kontra-Argumente beziehen sich neben der Gefahr hämolytischer Komplikationen auf anaphylaktische Reaktionen, das Risiko der Übertragung von Infektionskrankheiten sowie eine Belastung des Spenderpools, um nur einige wichtige Beispiel zu nennen. Mitunter wird auch die Qualität der transfundierten Erythrozyten bezüglich ihrer Sauerstofftransportkapazität angezweifelt.

Da mit einer Transfusion eine anämiebedingte zusätzliche Belastung des Herzens und der Atemmuskelpumpe vermieden werden soll, wurde auch dieser Zusammenhang untersucht. Neben Studien, die eine Anämie bei kardial erkrankten Patienten als unabhängigen Risikofaktor für ein schlechteres Outcome nachweisen konnten, wurden auch Untersuchungen publiziert, die der Transfusion bei älteren Patienten mit Myokardinfarkt keine positiven Effekte zuschreiben konnten. Limitationen in den einzelnen Studiendesigns erschweren eine sichere Einschätzung zusätzlich [300]. Ob eine Zunahme des arteriellen Sauerstoffgehalts tatsächlich zu einer Verbesserung des Weaning-Erfolgs führt, müsste anhand von Studien mit größeren Fallzahlen nachgewiesen werden.

Daher lautet die Empfehlung im Rahmen der konservativen Transfusionsstrategie einen Hb-Wert oberhalb von 8 bis maximal 10 g/dl anzustreben, wenn klinische Symptome auftreten, die auf eine anämische Hypoxie hinweisen. Hierzu gehören unter anderem die folgenden

Symptome sowie eine Auswahl physiologischer Parameter, die zumeist einfach zu erheben sind [300]:

Tachykardie
Blutdruckabfall unklarer Ursache
Dyspnoe
ischämietypische EKG-Veränderungen
neu aufgetretene Veränderungen in der Echokardiografie
Abfall der zentralvenösen Sauerstoffsättigung unter 60 %
Laktatazidose bei einem Laktatspiegel > 2 mmol/l

Durch das Verhältnis von Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffabgabe kann festgestellt werden, ob ein Patient tatsächlich von einer Transfusion profitiert hat.

Ein Hb-Wert oberhalb von 10 g/dl nach Transfusion wird nur nach einer Zusammenschau aller vorliegenden klinischen, laborchemischer und apparativer Ergebnisse empfohlen, und erst dann, wenn in ausgewählten Situationen, zum Beispiel im prolongierten Weaning, durch eine Zunahme des arteriellen Sauerstoffgehalts eine Verbesserung der genannten Symptome und Parameter hochwahrscheinlich zu erwarten ist. Somit folgt diese Vorgehensweise der differenzierten Indikationsstellung und spricht sich damit gleichzeitig gegen eine grundsätzliche Anhebung des Hämoglobins auf Werte oberhalb von 10 g/dl aus.

Liberale Transfusionsstrategie

Die maßgebliche Kritik der Vertreter der liberalen Strategie liegt darin, dass bei den Empfehlungen zur konservativen Vorgehensweise keine Einbindung aller relevanten Fachgesellschaften erfolgte, was dazu geführt hat, dass wesentliche Impulse und wissenschaftlichen Daten nicht berücksichtigt werden konnten. Außerdem wird angemerkt, dass sich die Studien auf Komplikationen beziehen, die zwar relevant sind, aber durch den erheblichen Fortschritt der Medizin, aber auch durch neue gesetzliche Vorgaben an Bedeutung verloren haben. Beispielsweise waren Erythrozytenkonzentrate in damals richtungsweisenden Studien nicht leukozytendepletiert. Ferner wird kritisiert, dass die Ergebnisse überwiegend an akut er-krankten, eher kurzfristig aufgrund von Infektgeschehen beatmeten Patienten gewonnen wurden, deren Situation sich überwiegend nicht auf Patienten im prolongierten Weaning übertragen lassen. Auch die Vorgehensweise bei der Transfusion wird kritisch betrachtet. Argumentiert wird, dass eine akute Herzinsuffizienz durch eine Volumenüberladung bei sehr schneller Transfusion in Akut- und Notfallsituationen sicher eher zu befürchten ist, als im Weaning, bei dem kein schneller Ausgleich eines Erythrozytenverlusts erforderlich ist. Auch ein TRALI tritt inzwischen aufgrund eines spezifischen Spenderausschlusses beziehungsweise durch spezielle vorbeugende Diagnoseverfahren wesentlich seltener auf.

Das liberale Regime begründet sich vor allem auf pathophysiologischen Erkenntnissen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass die Ausnahmeregelung des konservativen Vorgehens, das einen höheren Hb-Wert akzeptiert, nicht relevant ist, da Patienten im prolongierten Weaning in der Regel keine anämische Hypoxie haben. Hingegen liegen regelhaft eine Insuffizienz der Atemmuskelpumpe sowie eine kardiale Grunderkrankung vor. Da beide Organe für die zelluläre Sauerstoffversorgung verantwortlich sind, ist es offensichtlich, dass es bei einer Anämie zu einer Zunahme der Herzleistung kommen muss, um das Sauerstoffangebot konstant zu halten. Da die Ventilation unmittelbar mit der Perfusion zusammenhängt, resultiert aus einer Zunahme der Herzleistung eine erhöhte Belastung der Atemmuskelpumpe. Umgekehrt lässt sich daraus schließen, dass durch eine Erythrozytentransfusion eine Zunahme des Weaning-Erfolgs resultieren kann [136], zumal die genannten Organe bei einem höheren Hb-Wert einen geringeren Sauerstoffverbrauch haben. Auch konnte eine Reihe an Arbeiten zeigen, dass eine Anämie mit einer deutlichen Zunahme an Komplikationen, vor allem aber mit einer verlängerten Beatmungszeit und Mortalität einhergeht [300].

Auf der Basis der vorausgehenden Argumente empfiehlt das liberale Transfusionsmanagement in schwierigen prolongierten Weaning-Situationen den Hb-Wert in den Normbereich anzuheben.

PRAKTISCHER HINWEIS

Es ist davon auszugehen, dass transfundierte Erythrozyten nach etwa einem Tag ihre volle Sauerstofftransportfähigkeit erlangt haben [315].

Zur Diagnostik und Therapie einer Anämie sollte man immer Hämoglobinkonzentration, Hämatokrit und die Erythrozytenzahl in der Zusammenschau betrachten.

Bei einer Hypovolämie können weder der Hb- noch der Hämatokritwert den Erythrozytenmangel korrekt widerspiegeln.

Die Zellindizes MCH (mittlerer Hämoglobingehalt eines einzelnen Erythrozyten), MCV (mittleres Volumen eines einzelnen Erythrozyten) und MCHC (mittlere Hämoglobinkonzentration eines einzelnen Erythrozyten) dienen einer genaueren Charakterisierung der Anämie.

Die angegebenen Quellen [Quelle] können beim Verfasser des Artikels angefragt werden.

Umgang mit Sprechventilen – haben Sie’s gecheckt?

Hallo werte Kolleginnen und Kollegen,

heute habe ich einen Artikel für Sie, der ein eigentlich ganz einfaches Thema behandelt – allerdings mit fatalen Folgen, wenn man nicht aufpasst! Es geht um die Anwendung von Sprechventilen, die auch oft als Phonationsaufsätze bezeichnet werden.

Bei entsprechender Indikationsstellung kann bei Patienten, die über ein Tracheostoma beatmet werden, ein Sprechventil zur Anwendung kommen. Es wird nach der Trennung vom Respirator auf die Trachealkanüle aufgesetzt um ihm das Sprechen zu ermöglichen. Genau dieser Zeitpunkt soll Gegenstand unseres heutigen Beitrag sein. Eigentlich sind das gar keine „News“ – dennoch kommt es im Anschluss an diese scheinbar einfache Tätigkeit immer wieder zu Komplikationen, die von zum Teil schwerwiegenden Symptomen bis hin zu Beinahe-Todesereignissen reichen. Typisch sind Atemnot, das Gefühl der massiven Überblähung und Erstickungsangst! Komplikationen reichen von hämodynamischen Imbalanzen über das Auftreten eines Pneumothorax bis hin zum Kreislaufstillstand! Umso erstaunlicher ist es, dass Sprechventile immer wieder von Personen eingesetzt werden, die nicht ausreichend ausgebildet bzw. zumindest instruiert sind.

Entsprechend dem Titel haben wir eine 4 Punkte-Checkliste für Sie erstellt, die Probleme vermeiden soll:

Check 1: Haben Sie die Trachealkanüle vor dem Aufstecken des Sprechventils vollständig entblockt?

Die Entblockung darf nicht mit dem Cuffdruckmesser, sondern muss grundsätzlich mit einer geeigneten Spritze vorgenommen werden. Nur so kann die Luft vollständig entfernt werden! Der Patient kann jetzt sowohl über die Kanüle als auch über den Zwischenraum zwischen Trachealkanüle und Trachea einatmen. Das Sprechventil ist so konstruiert, dass sich eine im Innern befindende Ventilmembran in der Exspiration verschließt. Der Patient atmet somit auf dem physiologischen Weg aus. Sobald die Luft durch den Kehlkopf streicht, wird eine Phonation ermöglicht.

Check 2: Haben Sie auf eine unbehinderte In- und Exspiration des Patienten geachtet?

Bei größeren Trachealkanülen kann der Abstand zwischen Trachealkanüle und trachealer Innenwand so gering sein, dass trotz erfolgter Entblockung der Luftstrom so stark behindert ist, dass der Patient Atemnot oder andere schwerwiegende Symptome und Komplikationen erleidet. Dies wird oft dadurch verstärkt, indem sich der entblockte Cuff nicht völlig faltenfrei an die Trachealkanüle anlegt.

Check 3: Haben Sie eine Sprechprobe durchgeführt?

Ungeachtet dessen, dass Sprechen der eigentliche Grund ist, warum ein Sprechventil zum Einsatz kommt, erfordert das Sprechen häufig ein gezieltes Training und ist zudem definitiv nicht möglich wenn der Atemgasfluss in der Ausatmung zu gering ist.

Check 4: Haben Sie überprüft, ob der Patient dazu in der Lage ist das Sprechventil selbstständig zu entfernen?

Ist dies nicht der Fall, darf er keinesfalls alleine gelassen werden – auch nicht für wenige Minuten!

Sie sehen – alles nicht neu, aber wichtig! Und sicher ein gutes Thema für eine Kurzfortbildung!

Ich freue mich auf den nächsten Beitrag – senden Sie uns gerne etwas zu, was Ihnen wichtig erscheint.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Restwoche!

Machen Sie’s gut und bis dahin!

Ihr Harald Keifert

Tidalvolumen: 6 ml/kg – weiterhin aktuell oder überholt?

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute schreibe ich Ihnen zu einem interessanten Thema aus dem großen Bereich der Beatmungsmedizin.

In den letzten Jahren sind sehr viel Untersuchungen und Editorials publiziert worden, die sich mit der kritischen Analyse des lungenprotektiven Tidalvolumens von 6 ml/kg idealem Körpergewicht beschäftigt und dies in unterschiedlichen Zusammenhängen in Zweifel gezogen haben. Hieraus leiten sich vor allem die beiden folgenden Fragen ab:

1. Sind 6 ml/kg Idealkörpergewicht in jeder Situation die optimale Wahl?

2. Sind andere Parameter besser dazu in der Lage die Qualität der Lungenprotektion auszudrücken als das Tidalvolumen?

Heute soll die zweite Frage im Vordergrund der Betrachtung stehen.

Bei der Entscheidung für die Höhe des Tidalvolumens muss davon ausgegangen werden, dass das rigide Konzept „6 ml / kg Idealkörpergewicht“ nur für eine weitgehend belüftete und funktionale Lunge herangezogen werden kann. Je größer sich der Anteil nicht ventilierbarer Lungenareale darstellt, desto eher ist davon auszugehen, dass das verbleibende Parenchym auch durch ein lungenprotektives Tidalvolumen geschädigt wird [1]. Diese Erkenntnis führte dazu, über das Tidalvolumen hinaus die Lungen-Compliance (C) als dynamische Komponente heranzuziehen, da sie gleichzeitig eine sehr enge Beziehung zum Volumen des restaktiven Lungenparenchyms aufweist. Je ausgeprägter der Alveolarkollaps, desto geringer die Compliance. Setzt man jetzt das applizierte Tidalvolumen in Beziehung zur Lungen-Compliance, ergibt sich der folgende Zusammenhang:

C = ΔV/Δp
und somit: Δp = ΔV/C

Die Hypothese, dass die Differenz zwischen PEEP und Inspirationsdruck (Δp) als Zielkriterium besser dazu in der Lage ist, die Qualität der Lungenprotektion und somit auch das Ausmaß der beatmungsassoziierten Lungenschädigung auszudrücken als die alleinige Betrachtung des Tidalvolumens, wurde in einer Re-Analyse von neun prospektiv-randomisierten Studien, in die über 3500 Patienten eingeschlossen waren, untersucht [2]. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass im Vergleich zum Tidalvolumen und PEEP ein erhöhter Δp, der als driving pressure bezeichnet wird, enger mit der Mortalität zusammenhing. Interessanterweise galt dies auch für Patienten, die mit einem protektiven Tidalvolumen und einem reduzierten Inspirationsdruck beatmet wurden. Anders formuliert heißt das, dass lungenprotektive Änderungen von PEEP, Inspirationsdruck und Tidalvolumen nur dann zu einem verbesserten Überleben führen, wenn sich daraus gleichzeitig eine Reduktion des Δp ergab. Als Grenze die nicht überschritten werden sollte, wurde ein Δp von etwa 15 mbar festgestellt.

Die zum Teil sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Einschätzungen erschweren die Umsetzung lungenprotektiver Beatmungsstrategien auf den ersten Blick erheblich. Trotz aller Kontroversen zeigt die aktuelle Studienlage jedoch eindeutig, dass bei aller gebotenen Vorsicht und Abwägung die Anwendung geringerer Tidalvolumina im Vergleich zu konventionellen Atemhubvolumina zu einem klaren Überlebensvorteil führt. Für den klinischen Anwender kann deshalb zusammenfassend festgehalten werden, dass hohe Tidalvolumina in jedem Fall zu vermeiden sind. Deshalb stellt die Reduktion des Atemhubvolumens sowie des inspiratorischen Beatmungsdrucks an die empfohlenen Werte, unter Berücksichtigung bestehender Risiken und individueller Grenzen, einen wichtigen Bestandteil der lungenprotektiven Beatmung dar. Unbestritten muss aber auch sein, dass es zumindest teilüberholt ist, davon auszugehen, dass ein Tidalvolumen von 6 ml/kg idealem Körpergewicht als alleinige Strategie zur Lungenprotektion ausreicht!

Ich schicke Ihnen sommerliche Grüße

Ihr Harald Keifert

Quellen:
[1] Terragni PP, Rosbach G, Tealdi A et al: Tidal hyperinflation during low tidal volume ventilation in acute respiratory distress syndrome. In: Am J Respir Crit Care Med 175 (2007), S 160 – 166
[2] Amato MB, Meade MO, Slutsky AS et al.: Driving Pressure and Survival in the Acute Respiratory Distress Syndrome. In: N Engl J Med 372 (2015), S 747 – 755

PocketGuide Außerklinische Beatmung

Werte Kolleginnen und Kollegen,

als Ergänzung zu unserem „PocketGuide Klinische Beatmung“ haben wir nun einen weiteren Leitfaden speziell für die außerklinische Beatmung fertiggestellt.

Wir freuen uns Ihnen den neuen PocketGuide vorstellen zu können und hoffen mit unserer inhaltlichen Auswahl Ihren Geschmack getroffen zu haben.

Über Anregungen und Ideen freuen wir uns immer und schicken Ihnen sommerliche Grüße.

Ihr Harald Keifert

Veröffentlicht unter Team

Aufbaukurs: Pflegefachkraft für Außerklinische Beatmung

Sehr geehrte Damen und Herren,

da der durch die DIGAB akkreditierte einwöchige Basiskurs zum Erlernen der vorgegebenen Inhalte zeitlich sehr knapp bemessen ist und sich die außerklinische Intensivpflege überdies rasant entwickelt, haben wir uns in Kooperation mit der ResMed Akademie dazu entschlossen wichtige und interessante Inhalte zur „Auffrischung und Aktualisierung“ für Sie zusammenzufassen. Wie Sie es bereits aus dem Basiskurs kennen, haben wir die Inhalte praxisnah gestaltet. So haben wir die Möglichkeit die Inhalte in interessanten Seminaren und Workshops gemeinsam mit Ihnen zu erarbeiten.

Melden Sie sich sehr gerne bei weiteren inhaltlichen, organisatorischen oder anderen Fragen. wir informieren Sie kurz und umfassend!

Infos zum Aufbaukurs und auch zum DIGAB-akkreditierten Basiskurs “Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung” finden Sie hier!

Außerklinische Beatmung in der hausärztlichen Versorgung

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

wir möchten Sie heute auf eine spezielle Fortbildungsveranstaltung aufmerksam machen, die sicher von Interesse für Sie ist. Das Gebiet der außerklinischen Intensivversorgung und Beatmung ist seit einigen Jahren ein stark wachsendes Feld. Häufig werden Patienten aus Lungenfachkliniken oder von Intensivstationen entlassen, um dann Monate oder Jahre, oft ohne ausreichende ärztliche Beatmungskontrolle, zu Hause bzw. in alternativen Wohnformen betreut zu werden. Hier besteht akuter Handlungsbedarf! Ihnen als Hausarzt fällt bei der fachgerechten Versorgung dieser Menschen eine bedeutende Rolle zu.

Die Fortbildungsreihe „Außerklinische Beatmung in der hausärztlichen Versorgung“ haben wir so konzipiert, dass Sie mit überschaubarem Aufwand die Möglichkeit haben, dieses hochkomplexe Thema zu vertiefen und aktuellen Beatmungs- und Behandlungsstrategien, die neusten Geräte und Entwicklungen kennen zu lernen.  Die vier Module bestehen aus 5 Seminareinheiten à 45 Minuten, sind in sich abgeschlossen und einzeln buchbar. Im Preis von € 230 je Modul sind umfangreiche Seminarunterlagen sowie ein gemeinsames Abendessen enthalten. Beantragt sind je 6 Fortbildungspunkte für Teil 1 bis 3 bzw. 5 für Teil 4. Um ein intensives Arbeiten zu ermöglichen ist die Teilnehmerzahl begrenzt, eine rechtzeitige Anmeldung ist daher zu empfehlen.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie für das Thema der außerklinischen Beatmung begeistern könnten.  Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.  Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Stefan Schulz, MBA
Fa. WK-Fortbildungen

Weitere Infos zu den Inhalten, der Terminierung und allen wichtigen Details finden Sie auf unserer Website unterhttps://www.wk-fortbildungen.de/seminare-programme/fortbildungsprogramme/ausserklinische-beatmung-fuer-hausaerzte/