Grippeschutzimpfung – machen oder lassen?

Liebe Leserinnen und Leser,

Impfen – ja oder nein? Dies ist eine ganz grundsätzliche Frage, die einer sehr kritischen Risiko-Nutzen-Abwägung bedarf. Natürlich sind spezielle Impfkomplikationen ein Drama für den einzelnen Betroffenen – da sind Erkrankungen, die sich aufgrund einer ausgeprägten Impfzurückhaltung ergeben können aber auch!

Sicherlich kann man sich speziellen Infektionen durch eine zurückhaltende Urlaubsgestaltung entziehen, wobei es in unseren „globalen Welt“ immer schwieriger ist, auch durch vernünftiges Verhalten, ein hohes Maß an Sicherheit zu genießen. Und gegen Grippeviren kann man sich wirklich kaum schützen! Gerade bei älteren Personen, chronisch Kranken und Schwangeren können bei einer Erkrankung lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.

Eine aktuelle Untersuchung, die in JAMA publiziert wurde, verglich die Häufigkeit der grippeassoziierten Pneumonie bei Personen mit und ohne Impfschutz [Grijalva CG, JAMA 2015, 314: 1488 – 1497]. Die Aussage war sehr eindeutig. Die Grippeschutzimpfung muss nicht nur unter dem Aspekt der Vermeidung der Infektion gesehen werden, sondern auch als Schutz vor Komplikationen. Kommt es trotz Impfung zu einer Infektion, dann wird das Risiko an einer Influenzapneumonie zu erkranken drastisch vermindert. Patienten mit einer Erkrankung vom Typ Influenza B profitieren ganz besonders vom Pneumonieschutz der Impfung!

Ich hoffe, heute wieder ein paar neue Infos für Sie zusammengetragen zu haben und wünsche Ihnen einen gesunden Restwinter.

Ihr Harald Keifert

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