Der Zusammenhang zwischen täglicher Bewegung und Krebs

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute habe ich einen kurzen Artikel für Sie vorbereitet, der zwar nur indirekt mit unserem Unternehmensschwerpunkt zu tun hat, uns aber dennoch sehr am Herzen liegt!

Dass Sport, zumindest aber schon einmal Bewegung, günstige Auswirkungen für einen gesunden Körper, für Geist und Seele in sich birgt, ist allgemein bekannt. Dass regelmäßige Bewegung jedoch das Risiko an Krebs zu erkranken reduziert, weiß nicht Jeder. Inzwischen liegen sogar Untersuchungen vor, die den Grad der krebspräventiven Wirkung ziemlich exakt beziffern. Somit liegen für jeden gesunden Erwachsenen gute Gründe vor, regelmäßige körperliche Aktivitäten in seinen Tagesablauf zu integrieren! Besonders präzise ist die Bedeutung von körperlicher Aktivität zur Prävention von Brust- und Darmkrebs untersucht worden.

Für Brustkrebs schwankt die Risikoverminderung zwischen 20% und 80%. Die meisten Untersuchungen belegen, dass tägliche mäßig starke bis intensive körperliche Aktivität zwischen 30 und 60 Minuten das Brustkrebsrisiko senkt. Den größten Nutzen haben Frauen, die ihr ganzes Leben aktiv sind, aber auch Frauen, die sich nach der Menopause bewusst mehr bewegen. In Bezug auf das Kolonkarzinom kann vermehrte körperliche Aktivität das Risiko im Vergleich zu einem inaktiven Lebensstil um 30% bis 40% senken. Das ist ein Wort – vor allem angesichts der Häufigkeit dieses Krebsleidens!

Beim Prostatakarzinom sind die Erkenntnisse zum präventiven Effekt körperlicher Bewegung uneinheitlich, wobei durchaus Daten vorliegen, die zeigen, dass das Risiko an einem aggressiven Prostatakarzinoms zu erkranken bei starker oder sehr starker körperlicher Aktivität sinkt. In der Health Professionals Follow-Up-Studie war das Risiko bei Männern über 65 Jahre für ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom um 67% und für ein tödliches Prostatakarzinom um 74% niedriger, wenn sie sich sehr stark körperlich betätigten, also mindestens 3 Stunden pro Woche joggten, Fahrrad fuhren, schwammen oder beispielsweise Tennis spielten.

Ferner ergab eine neuere Untersuchung keinen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Risiko für die Entstehung eines Magen-, Rektum-, Nieren-, Pankreas-, Blasen- oder Hodenkarzinoms oder einer hämatologischen Erkrankung. Im Gegensatz dazu fand eine Analyse von prospektiven Studien mit 1,4 Mio. Teilnehmern heraus, dass körperliche Aktivität mit einem niedrigeren Risiko für 13 Krebsformen assoziiert war, und zwar an Speiseröhre, Lunge, Nieren, Magen, Endometrium, Kolon, Kopf und Hals, Rektum, Blase und Brust sowie für myeloische Leukämie und Myelom. Interessanterweise waren vermehrte körperliche Freizeitaktivitäten mit einem höheren Melanomrisiko verbunden, möglicherweise wegen des verlängerten Aufenthalts im Freien.

Die Konsequenz liegt auf der Hand: angesichts der Tatsache, dass viele Menschen übergewichtig sind und wir zahlreichen weiteren Risiken ausgesetzt sind, die die Krebsentstehung begünstigen, müsste endlich ein konsequentes Umdenken stattfinden:

  1. Ärzte sollten frühzeitig Bewegung verordnen: nicht abstrakt und in Nebensätzen, sondern verbunden mit umsetzbaren Hilfestellungen. Und sie sollten den Verlauf begleiten und kontrollieren!
  2. Die sogenannten Gesundheitskassen sollten mit nachhaltigeren Gesundheitsförderungs-Programmen an die Versicherten herantreten.
  3. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sich eine parallele durchdachte Ernährungsumstellung auf das Wohlbefinden und Körpergefühl auswirken kann – auch ohne Adipositas! Das ist wirklich beeindruckend. Hier kommen somit zwei krebspräventive Aspekte zusammen. Und das funktioniert: ohne Einschränkungen und ohne latentes Hungergefühl! Das Wollen ist der Schlüssel zum Erfolg!
  4. Würde man nur einen Teil der Zeit der wöchentlichen Mediennutzung in Bewegung reinvestieren, entstünde daraus ein respektables Bewegungsprogramm.
  5. Ein Schrittzähler beweist es: täglich 5000 Schritte und dreimal pro Woche 10.000 sind wirklich kein Problem!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönen Jahreswechsel und für das kommende Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!

Ihr Harald Keifert

Quelle: Dr. Susanne Heinzl, Medscape Medicine

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